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Erstes Grimm-Märchen seit 200 Jahren dank Künstlicher Intelligenz

Die Prinzessin und der Fuchs

San Francisco, 26. April 2018. „Die Prinzessin und der Fuchs“ – so lautet der Titel des ersten Grimm-Märchens seit mehr als 200 Jahren. Die Geschichte wurde jedoch nicht posthum in irgendeinem versteckten Nachlass entdeckt, sondern ist viel mehr die erste Gute-Nacht-Geschichte auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI). Um den Stil der Märchenerzähler nahezu perfekt zu imitieren, wurde ein prognostischer Text-Algorithmus mit den Geschichten und Märchen der Gebrüder Grimm gefüttert und trainiert. Das neue Märchen wurde jüngst als „Einschlafgeschichte“ in der Meditations- und Schlaf-App Calm (Apples App des Jahres 2017 in den USA) veröffentlicht. Umgesetzt wurde die Auftragsarbeit von Botnik, einer Gruppe von Schriftstellern, Künstlern und Programmierern. Sie hat sich zur Aufgabe gemacht mit Hilfe maschineller Intelligenz neue Formen kreativen Schreibens zu schaffen.

„Man könnte es eine Form des literarischen Klonens nennen“, sagt Michael Acton Smith, Mitgründer von Calm. Er hatte die neue Geschichte im Grimm-Stil in Auftrag gegeben und sie als neueste der mehr als 90 Einschlafgeschichten der App veröffentlicht. „Wir sind für die Gebrüder Grimm, was Jurassic Park für die Dinosaurier ist“, sagt Acton Smith. „Wir erwecken sie mit moderner Wissenschaft zum Leben – allerdings mit einem Happy End.“

Von den längst verstorbenen deutschen Brüdern Grimm, die Klassiker wie Aschenputtel, Rapunzel und Hänsel und Gretel für die Nachwelt aufgeschrieben haben, kommt jetzt dank künstlicher Intelligenz ein neues Meisterwerk: die Prinzessin und der Fuchs. Die Geschichte erzählt von einem König, einer verlassenen Prinzessin und einem armen Müllersohn. Ein sprechender Fuchs hilft dem kleinen Müllersohn, die schöne Prinzessin vor dem Schicksal zu retten, einen schrecklichen Prinzen zu heiraten. Selbstverständlich beginnt auch dieses Märchen mit „Es war einmal“. Es umfasst etwa 1.500 Wörter. „Es ist das verloren gegangene Grimm-Märchen, alt und neu zugleich“, so Alex Tew, Mitgründer von Calm. Es ist eine Form des Geschichtenerzählens, die man so bisher noch nicht kennt“.

Mit Künstlicher Intelligenz zu neuen literarischen Formaten

Die neue Geschichte ist das Produkt der Zusammenarbeit von Maschine und Mensch, genauer: Maschine und Menschen. Denn möglich wurde das durch ein internationales Team, bestehend aus Calm und Botnik, einer Gruppe von Schriftstellern, Künstlern und Programmierern, die in den letzten Monaten immer wieder durch ungewöhnliche Geschichten auf sich aufmerksam gemacht hat. So hat Botnik unlängst mit Unterstützung seiner KI-Software ein Kapitel aus einem neuen, bewusst seltsam, aber stilistisch sehr echt klingenden Harry-Potter-Buch namens „Harry Potter and The Portrait of What Looked Like A Large Pile of Ash“ geschrieben.

Nachdem auch Google inzwischen in Kooperation mit der Stanford University romantische Poesie auf Basis Künstlicher Intelligenz erzeugt hat, stellt sich die Frage: Haben literarische Roboter tatsächlich eine Zukunft? Und was kommt als nächstes? Ein neues Shakespeare Stück aus der Feder Künstlicher Intelligenz? „Alles scheint jetzt möglich“, sagt Alex Tew von Calm.

Die intelligente Tastatur weist den Weg in Grimms Märchenwelt

Calm hat Botnik mit der Schulung seines prognostischen Textprogramms namens Voicebox beauftragt. Das Programm arbeitet ähnlich wie die automatischen Textergänzungen bei der Eingabe auf mobilen Endgeräten oder bei Suchmaschinen, schlägt aber stattdessen Wörter und Sätze vor, die der Schreibe des jeweiligen Autors entsprechen. In diesem Fall den Formulierungen der Grimms. „Die Schriftsteller nahmen die Formulierungen und Sätze, die vom Textprogramm vorgeschlagen wurden, und haben diese zu einem groben Plot zusammengesetzt“, beschreibt Jamie Brew, CEO von Botnik und einer der drei am neuen Grimm-Märchen beteiligten Schriftsteller. „Wir haben dann die Lücken gefüllt – entweder mit weiteren algorithmischen Vorschlägen unserer KI-Tastatur oder unseren eigenen“, so Brew weiter.

Drei Autoren und eine Maschine 

Das Ergebnis ist eine neue Geschichte ganz im Stil und in der Tonalität der Gebrüder Grimm – allerdings mit einer weniger gruseligen Handlung als die meisten Grimm-Geschichten. Die Gebrüder Grimm benutzten Feder und Tinte – Botnik und Calm benutzten ein Computerprogramm und menschliche Intuition, um Muster in der Schrift der Grimms zu finden und diese Muster durch prädiktive Textvervollständigung zu replizieren. Dazu hat Botniks Programm zunächst ein internes Modell entwickelt, das die gebräuchlichsten Wörter und Wortfolgen aus dem Ausgangsmaterial der Gebrüder Grimm verwendet. Aus diesen Daten hat Botnik eine „prädiktive Tastatur“ entwickelt, die die Texteingaben analysierte und Wortfolgen vorschlug, die dem Stil der Gebrüder Grimm stark ähnelten. Das dreiköpfige Autorenteam komponierte dann Sätze, indem es die Wortvorschläge aus Botniks prognostischer Software übernahm. Dabei folgten sie dem natürlichen Verlauf der Sprache der Gebrüder Grimm und nutzte diese zur Beschreibung neuer Charaktere und Situationen.

„Das ‚Ping-Pong‘ zwischen maschinellen und menschlichen Eingaben zog sich durch den gesamten Schreibprozess. Die Botnik-Autoren haben die Ergebnisse des Vorhersagealgorithmus, ihre eigenen Intuitionen und das Feedback ihrer Redakteure bei Calm miteinander kombiniert, um so die endgültige Geschichte zu gestalten“, sagt Brew. „Die finale Geschichte ist also nicht einer einzelnen Maschine oder einem Autor zu verdanken, sondern dem gesamten, miteinander verbundenen Prozess der Inspiration und Interpretation von Menschen und Maschine.“

Weitere Informationen in englischer Sprache gibt es hier, Audio-Mitschnitte der Einschlafgeschichte sind hier zu finden (ebenfalls in Englisch).


Pressekontakt:
pr://ip – Primus Inter Pares
Christoph Salzig
Neubrückenstraße 12-14
48143 Münster
salzig@pr-ip.de
+49 171 9956604 

Hintergrund Calm: 

Die Mission von Calm ist es, die Welt glücklicher und gesünder zu machen. 

Calm ist eine Meditations-, Schlaf- und Wellness-App, die sowohl im App Store als auch im Google Play Store erhältlich ist. Es ist die Nummer Eins App für Achtsamkeit und Meditation, mit über 21 Millionen Downloads und über 50.000 neuen Benutzern täglich.

Calm wurde von Apple zur iPhone App des Jahres 2017, von Google Play als „Editors‘ Choice“ im Jahr 2018 und in einer großen Studie von 200.000 iPhone-Nutzern als „die glücklichste App der Welt“ bezeichnet. Demzufolge war sie die einzige App, die den Nutzern das Gefühl gab, glücklicher zu sein, wenn sie Zeit damit verbringen. Die App hat über 200.000 Fünf-Sterne-Bewertungen sowohl im Google Play als auch im App Store.

Calm schafft einzigartige Audioinhalte, die die geistige Fitness stärken und einige der größten Herausforderungen der heutigen Zeit bewältigen: Stress, Angst, Schlaflosigkeit und Depressionen. Das beliebteste Feature auf Calm ist eine 10-minütige Meditation namens The Daily Calm, die jeden Morgen ein neues achtsames Thema und inspirierende Gedanken behandelt. Calm enthält auch über 90 Sleep Stories (Schlafgeschichten für Erwachsene), sowie Schlafmusik, Meditationsstunden, Naturgeräusche, Videos, Mehrtagesprogramme und Calm Masterclasses, die von Experten aus aller Welt gehalten werden.

Die Calm App kann kostenlos heruntergeladen werden. Über ein kostenpflichtiges Abonnement bietet Calm Premium Zugang zu über 100 Stunden an Premium-Inhalten, darunter eine ständig wachsende Bibliothek mit fortgeschrittenen Meditationen, beruhigenden Schlafgeschichten, beruhigenden Naturszenen, einem Atemgerät und Calm Masterclasses.

Das Herz von Calm ist digital, aber Calm expandiert auch offline auf verschiedene Arten, die mehr Ruhe, Klarheit und Perspektive in das geschäftige Leben der Menschen bringen. Es hat sich mit Penguin zusammengetan, um ein populäres Buch zu veröffentlichen; es hat eine natürliche Schlafhilfe namens Sleep Mist entwickelt und plant, ruhige Kleidung, Haushaltswaren, Hotels und mehr zu kreieren.

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