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Hubspot Oder Pardot? Welche Lösung Eignet Sich Für Das B2B-Inbound Marketing?

Hubspot oder Pardot? Welche Lösung eignet sich für das B2B-Inbound Marketing?

Immer mehr Unternehmen im B2B-Bereich erkennen den Wert von Inbound Marketing und Content zur Gewinnung wertvoller Leads. Die Entscheider:innen stehen dann meist vor der Frage: Nutzt man für das Marketing die Lösung Salesforce Pardot oder den Marketing Hub von HubSpot? Beide Lösungen sind führend in der Marketing Automation, es gibt jedoch auch deutliche Unterschiede. Wir betrachten beide eingehend und geben Hilfe bei dieser nicht einfachen Entscheidung.

Salesforce Pardot

2007 als eigenständige Marketing Automation Solution gegründet, wurde Pardot 2013 von Salesforce gekauft. Die zunächst eigenständige Entwicklung wird später noch von Bedeutung sein. Heute ist Pardot ein Teil der Salesforce Plattform und in zwei verschiedenen Plänen buchbar. Innerhalb des in „Clouds“ aufgebauten Salesforce Ecosystems ist Pardot ein zubuchbarer Teil der Marketing Cloud für die Marketing Automation von B2B-Unternehmen. Pardot ermöglicht es Marketingteams, gemeinsam mit den Kolleg:innen aus dem Vertrieb die Interaktionen mit Leads zu verwalten und über die zentrale Plattform Kampagnen zu erstellen, implementieren und organisieren. Mehr Infos zu Pardot finden Sie direkt auf den Seiten von Salesforce.

 

Hubspot Marketing Hub

Während bei Salesforce der Fokus schon immer auf den Vertriebstools lag und im Laufe der Zeit eine Marketinglösung hinzugekauft wurde, legt HubSpot den Fokus schon immer auf die Marketinglösungen. Der Marketing Hub ist daher auch der für HubSpot wichtigste und für die Kund:innen der teuerste der drei Hubs (Marketing Hub, Sales Hub und Service Hub). Auch der Marketing Hub ermöglicht es, über eine zentrale Plattform Marketingkampagnen in diversen Online-Channels (zum Beispiel E-Mail, Social, Ads) inklusive Landing Pages und Formularen zu steuern. Außerdem umfasst der Marketing Hub auch immer das zentrale und kostenlose HubSpot CRM.  Anders als Pardot richtet sich HubSpot sowohl an B2B- als auch an B2C-Unternehmen. Mit seinen vier verschiedenen Preisstufen Free, Starter, Professional und Enterprise bedient es Unternehmen jeder Größe. Mehr Infos zum HubSpot Marketing Hub finden Sie direkt auf den Seiten von HubSpot, die Unterschiede zwischen den vier Versionen haben wir in unserem kostenlosen Cheat Sheet HubSpot Marketing Hub im Vergleich für Sie zusammengestellt.

 

HubSpot Marketing Hub oder Pardot? Der Vergleich

Sowohl Pardot als auch HubSpot versprechen, die perfekte Lösung für die Marketing Automatisierung zu sein. Aber was steht hinter diesen Versprechen? Wir gehen ins Detail und betrachten die Kategorien E-Mail, Social, Ads, Content Marketing und Landingpages, Reporting, Integrationen und zusätzliche Funktionen sowie natürlich auch den Preis.

 

E-Mail-Marketing mit HubSpot oder Pardot?

Wenn es um das Versenden von Newslettern, automatisierten Mails, die Personalisierung und weitere Aspekte des E-Mail-Marketings geht, geben sich die beiden Lösungen nicht viel. Beide bieten einen einfach zu bedienenden Editor sowie unterschiedliche, individualisierbare Templates an. E-Mails können zu einem bestimmten Zeitpunkt oder automatisiert, zum Beispiel beim Eintritt bestimmter Events verschickt werden. Automatisierte E-Mails, basierend auf Kontaktlisten, Kontakteigenschaften und Kontaktverhalten, ermöglichen ein erfolgreiches Lead-Scoring und Lead-Nurturing. All diese Funktionen, genauso wie die Möglichkeit, A/B-Tests durchzuführen, Inhalte zu personalisieren und Reportings zu erstellen, bieten sowohl HubSpot als auch Pardot. 

 

Für uns ein Unentschieden.

 

Social Marketing mit HubSpot oder Pardot?

Auf beiden Plattformen können Social-Media-Kampagnen an einem zentralen Ort erstellt und bearbeitet sowie die KPIs der Kampagnen getrackt werden. Pardot ermöglicht es, Twitter, Facebook und das für B2B-Marketing immer wichtigere LinkedIn zu steuern (siehe unseren Blogpost zum Thema Social Selling). HubSpot hat zusätzlich noch eine Schnittstelle zu Instagram. Außerdem öffnet HubSpot mehr Möglichkeiten zur Integration von Social-Media-Tools als Pardot. 

 

Leichter Vorteil von HubSpot, wobei Pardot in letzter Zeit die Funktionen ausgebaut hat.

 

Paid Ads (Social, Search, Display, etc.) mit HubSpot oder Pardot?

Viele B2B-Unternehmen benötigen Sichtbarkeit und Reichweite in ihren Zielgruppen zu bestimmten Keywords und Themen. Je nach Strategie sind in vielen Fällen auch Anzeigen empfehlenswert. Dies können Google Ads auf spezielle Keywords sein, LinkedIn Ads, in denen bestimmte Zielgruppen oder Accounts getargeted werden oder sogar Banner zu bestimmten Themen. Wer auf Paid Ads setzt und diese in einem zentralen Marketingtool gemeinsam mit seinen Social, E-Mail und weiteren Inboundaktivitäten auswerten möchte, sollte sich HubSpot angucken. Im Marketing Hub ist das Ads Tool enthalten. Mit diesem lassen sich die Kampagnen steuern. In Kombination mit dem inkludiertem CRM können die Zielgruppen erstellt und dann zum Beispiel bei LinkedIn angesprochen werden. 

Pardot hingegen enthält keine eigene Ad Management Features. Allerdings kann Google Ads darin integriert werden. Auch Salesforce bietet mit dem Advertising Studio eine weitere Lösung an, die mit Pardot verknüpft werden kann.

 

Vorteil von HubSpot. 

 

Content Marketing und Landing Pages mit HubSpot oder Pardot?

Der eigene Content ist der zentrale Teil einer jeden Inbound Marketing Strategie. Zwei der wichtigsten Faktoren sind die Landingpages und die Formulare, über die die Daten der potenziellen Kunden gewonnen werden. 

Sowohl bei Padot als auch bei HubSpot können Landing Pages und Formulare erstellt werden. Der Landing Page-Editor von HubSpot ist jedoch einfacher zu bedienen. Anders als in Pardot kann man in HubSpot vorgefertigte Module nutzen und sieht im Editor auch, wie die finalen Seiten aussehen, wenn man eigenes CSS oder das von Drittanbietern einbindet. Ein weitere Vorteil von HubSpot ist die Partnerschaft mit Shutterstock, die den Zugriff auf mehr als 60,000 Stock-Bilder ermöglicht

Dafür gewährt Pardot bei den Formularen etwas mehr Freiheiten, wenn es darum geht, den Quellcode von Formularen anzupassen. Auf der anderen Seite bietet HubSpot eine integrierte Funktion, Pop-Up Formulare zu erstellen. Bei Pardot muss man dafür eine Drittanbietter-Lösung zurückgreifen. Von diesen lassen sich jedoch mehrere in Pardot integrieren.
Grundsätzlich können in beiden Tools Formulare frei angepasst werden, sodass die notwendigen Daten abgefragt werden. Zudem haben beide Lösungen sogenannte „progressive Felder“, die erkennen, wenn zu einem Datensatz schon Informationen vorliegen und andere Felder einblenden, um mehr über die Leads herauszufinden. Dies ist für die Leadqualifizierung wichtig. 

 

Leichter Vorteil von HubSpot.

 

Marketing Reporting und Analytics mit HubSpot oder Pardot?

Zu einer erfolgreichen Inbound Marketing Strategie gehört auch, dass die Ergebnisse gemessen und ausgewertet werden. Bei beiden Lösungen liegen dafür viele Möglichkeiten vor. Für das Reporting bietet HubSpot Templates. Diese können mit allen wichtigen Kennzahlen für die Bedürfnisse des Unternehmens auch eigenständig gebaut werden. Pardot kommt mit einer Vielzahl vorgefertigter Reports und bietet sogar noch größere Möglichkeiten Reports so auszugestalten, wie sie gebraucht werden. Die Reports zu versandten E-Mails bewerten wir mit unentschieden. Sowohl bei HubSpot als auch bei Pardot finden sich dazu umfangreiche und vor allem alle wichtigen Kennzahlen in übersichtlicher Form.

Auch den Bereich Web Analytics decken beide Anbieter ab. Ab der Professional Version ist in HubSpot ein Grundstock an Analysen über die Besucher der Websites und Landing Pages vorhanden. Auch im Bereich Analysen bietet Pardot umfassendere Möglichkeiten für die B2B-Website-Analyse. Die Standard-Dashboards und Berichtsfunktionen umfassen eine breite Palette nützlicher Metriken, darunter viele, die auch in HubSpot enthalten sind. Zusätzlich lassen sich Drittanbieter wie Google Analytics einfach einbinden.

Einen großen Vorteil hat Pardot in der Erfolgsanalyse. Um den ROI seiner Kampagnen zu bestimmen, benötigt man in HubSpot den ebenfalls kostenpflichtigen Sales Hub. Erst mit ihm erhält man Zugriff um Zugriff auf alle Deals und Revenue-bezogenen Kennzahlen und Reports. In Pardot hingegen sind ROI Analysen mit integriert. Natürlich müssen auch in Pardot die Umsatzzahlen vorliegen, aber dann können Kampagnen und Maßnahmen auf ihre Wirtschaftlichkeit hin ausgewertet und verglichen werden.

Lesen Sie dazu auch unsere Blogbeitrag Wie du dein B2B Content Marketing messen kannst.

 

Unser Fazit: Im Bereich Analyse und Reporting hat Pardot die Nase leicht vorne.

 

HubSpot vs. Pardot: Integrationen

Auch wenn sowohl Pardot als auch HubSpot nicht nur ein Tool, sondern eher ganze Werkzeugkoffer von Marketing- und Vertriebstools sind, arbeitet jedes Unternehmen mit weiteren Programmen (Kalender, Mail-Programme, Content Management Systeme, CRMs, Webinarsoftware, Ad Tools etc.). Daher betrachten wir auch die Möglichkeiten, diese zu verknüpfen. 

In Pardot kann eine Reihe von anderen Programmen und Tools integriert werden, jedoch teilweise (z.B. Google Ads) erst ab einer bestimmten Planstufe. HubSpot besitzt deutlich mehr Schnittstellen und Integrationsmöglichkeiten. In einem direkten Vergleich zählten die Kollegen von Paradoxmarketing im Jahr 2020 bei Pardot 32 Integrationen und bei HubSpot 459. Besonders wichtig ist für viele B2B-Unternehmen die Integration mit Salesforce, da dieses oft vom Vertrieb bevorzugt wird. Als Salesforce-eigenes Tool bietet Pardot diese Integration natürlich nativ an. Allerdings dürfen wir nicht vergessen, dass Pardot früher einmal ein eigenständiges Tool war – genau wie HubSpot es schon lange ist. Das Team von HubSpot hat schon lange, bevor Salesforce Pardot aufkaufte, die Wichtigkeit eines reibungslos funktionierenden Datenaustauschs zwischen HubSpot und Salesforce erkannt. Diese Integration ist nicht nur eine der meistgenutzten – sie funktioniert auch einwandfrei.

 

Aufgrund der deutlich größeren Möglichkeiten: Vorteil von HubSpot.

 

Preise von HubSpot vs. Preise von Pardot

Der Preisvergleich ist für viele B2B-Unternehmen wichtig. Dabei weisen wir deutlich darauf hin, dass es wenig bringt, ein kostengünstigeres Tool zu wählen, mit dem man hinterher unter Umständen unzufrieden ist.

 

HubSpot Marketing Hub Pricing

Den Marketing Hub gibt es in vier unterschiedlichen Preisstufen: Free, Starter, Professional und Enterprise. Die kostenlose Version ist allerdings extrem in ihren Funktionen eingeschränkt. Auch die Starterversion für 41 Euro pro Monat (inkl. 1.000 Marketing-Kontakte) ist noch sehr limitiert. Viele der in unserem Test beschriebenen Funktionen sind dort nur bedingt oder gar nicht enthalten. Dafür können Unternehmen HubSpot in dieser Version kosteneffizient kennenlernen. Für die Anforderungen der meisten Marken ist jedoch die Professional Version zu empfehlen. Diese ist ab ungefähr 740 Euro buchbar (inkl. 2.000 Marketing-Kontakte). Hinzu kommen Kosten pro zusätzlicher 1.000 Marketing-Kontakte. Die Enterprise Version ab 35.000 Euro pro Jahr ist wirklich nur bei großen Unternehmen notwendig. Wie teuer HubSpot aktuell für Sie ist, können Sie bei HubSpot einfach nachlesen. Für StartUps hält HubSpot massive Rabatte von 90 Prozent bereit. Wer neben dem Marketing Hub noch den Sales Hub und den Service Hub bucht, kann über die CRM Suites Kosten sparen.

Immer wieder hören wir Kritik an dem hohen Preissprung von der Starter zur Professional Version. Als erfahrene HubSpot Agentur können wir dazu nur sagen: Wer aktiv und professionell Inbound Marketing betreibt, für den lohnt sich die Investition. Wenn Sie noch schwanken, lesen Sie gern unseren ausführlichen Blogpost zu den unterschiedlichen HubSpot Marketing Versionen: Hilfe im HubSpot-Pakete-Dschungel: Welcher Marketing Hub passt zu meinem Unternehmen? 

 

Pardot Pricing

Auch Pardot präsentiert vier unterschiedliche Preisstufen (Growth, Plus, Advanced, Premium), fängt jedoch im anderen Preissegment an. Die Einstiegsstufe Growth kostet schon 1.250 Euro pro Monat, Plus (2.500 Euro), Advanced (4.000 Euro) und Premium (15.000 Euro) liegen bei den monatlichen Preisen noch einmal deutlich höher (zur Übersicht bei Pardot). Der Vorteil: 10.000 Kontakte sind in den ersten drei Preisstufen enthalten, Premium umfasst sogar bis zu 75.000 Kontakte. Bei HubSpot fallen für diese Kontaktmengen Zusatzkosten an, wobei dort seit 2021 zwischen Kontakten (unbegrenzt möglich) und Marketingkontakten (die aktiv angesprochen werden) unterschieden wird. 

 

Vorteil von HubSpot: Der Professional Plan, der selbst für größere Unternehmen meist noch ausreicht, liegt preislich unter dem Preiseinstieg von Pardot. 

 

Fazit: HubSpot oder Pardot

Bei der Frage, ob HubSpot oder Pardot die richtige Wahl ist, kommt es vor allem auf die Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmens an. Mit beiden Lösungen lassen sich alle wichtigen Aufgaben der Marketing Automation und des Inbound Marketings bequem lösen und beide bieten eine ähnliche Fülle von Funktionen. Allerdings gibt es schon deutliche Unterschiede, die insbesondere für kleinere, mittlere und selbst größere B2B-Unternehmen wichtig sind. Für HubSpot sprechen der günstigere Preis und die vielen Features, bei denen HubSpot aus unserer Sicht die Nase vorn hat oder zumindest ähnliches bietet wie Pardot (siehe oben). Pardot punktet vor allem mit den noch besseren Analysemöglichkeiten und den Zugehörigkeit zur Salesforce-Welt, wobei aus unserer Sicht die HubSpot-Integration mit einem bestehenden Salesforce hier kein Hindernis ist. Wenn Sie Fragen haben, insbesondere zu der Verwendung und den Möglichkeiten von HubSpot, sprechen Sie uns als zertifizierte HubSpot Partneragentur gerne an.

Zu beachten ist auch, dass sowohl HubSpot als auch Pardot ihre Lösungen ständig weiterentwickeln und neue Funktionen, Integrationen und Möglichkeiten einbauen. So bietet HubSpot inzwischen sogar ein eigenes Content Management System. So können Unternehmen nicht nur ihren Blog und ihre Landing Pages über HubSpot erstellen, sondern gleich die ganze Website im HubSpot CMS erstellen und pflegen und so HubSpot ideal integrieren.

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