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Mensch oder Maschine: Wer schreibt? Wer bleibt?

Künstliche Intelligenz gilt als Schlüsseltechnologie der Digitalisierung. Nicht nur in der Industrie bei Produktion und Fertigung kommt sie zum Einsatz. Auch in redaktionellen Umfeldern spielen KI-Anwendungen inzwischen eine größere Rolle als man es vor wenigen Jahren noch erwartet hätte. Ob Nachrichtenagenturen, Online-Shops oder Webseiten, die Einsatzgebiete von Technologien zur Automatisierung von Content nehmen zu. Aber: Wo bleibt der Mensch? Sind künftig alle Redakteure, Texter und Autoren überflüssig? Oder müssen sie viel mehr neue Fertigkeiten erwerben? Die Antwort liegt auf der Hand...

Bild: AX Semantics GmbH

Künstliche Intelligenz gilt als Schlüsseltechnologie der Digitalisierung. Nicht nur in der Industrie bei Produktion und Fertigung kommt sie zum Einsatz. Auch in redaktionellen Umfeldern spielen KI-Anwendungen inzwischen eine größere Rolle als man es vor wenigen Jahren noch erwartet hätte. Ob Nachrichtenagenturen, Online-Shops oder Webseiten, die Einsatzgebiete von Technologien zur Automatisierung von Content nehmen zu. Aber: Wo bleibt der Mensch? Sind künftig alle Redakteure, Texter und Autoren überflüssig? Oder müssen sie viel mehr neue Fertigkeiten erwerben? Die Antwort liegt auf der Hand…

Status Quo und Ausblick beim AXCD 18

Mit AX Semantics kommt einer der führenden Anbieter KI-basierter Textautomatisierung aus Deutschland. Anfänglich als „Roboterjournalisten“ als Jobkiller in den Redaktionen von vielen Medien gemieden, entpuppt sich nach und nach, in welcher Bandbreite die Stuttgarter Kolleginnen ihre „Maschine“ zum Einsatz bringen: individuelle Produktbeschreibungen im E-Commerce, Business-Analysen, Arztberichte, Versicherungswirtschaft, Sportnachrichten und Spielberichte bis in die Niederungen der Kreisligen oder zu Sportarten, die manche hierzulande bisher nur vom Hörensagen kennen. In der Regel handelt es sich dabei um Texte, die in Zahl und Tiefe so kaum ein Mensch noch schreiben möchte.

Wer nicht nur einen Überblick über den aktuellen Status Quo und die Zukunft von automatisierten Texten erhalten möchte, sondern nebem dem Austausch auch selbst mal ausprobieren möchte, was es braucht um so eine Maschine zu „führen“, hat am 4. Juni ausgiebig Gelegenheit dazu. Beim Automated Text and Content Day, kurz #AXCD18, stehen Automatisierung und KI-Content im Mittelpunkt. Auf der Agenda stehen nicht nur Insights in die neuesten Techniken und Methoden, um zum Beispiel Content Growth Hacking zu starten. Zusätzlich werden Ideen zur Content-Automatisierung für Business und Medien angeboten.

Warum Technologie uns verändert, aber nicht schadet 

Die Verfügbarkeit von Daten ist ein entscheidender Treiber der Digitalisierung und des Fortschritts. Informationen sind für Algorithmen die Grundlage, um sich stetig zu verbessern und neues zu lernen. Ähnlich wie beim Vokabellernen des menschlichen Gehirns verhelfen große Mengen an Daten einem „selbstlernenden“ System zu immer mehr Präzision und Wertschöpfung. Künstliche Intelligenz kann vieles, was uns im stressigen Alltag immer wieder abhanden kommt: präzise, konstant sein und auf Abruf liefern. Doch was kann KI in Sachen Text?

„Sie sind routinierter Semi-Profi und daher regelmäßig handwerklich im Einsatz? Mit der Akkustichsäge Bosch PST 18 Li meistern Sie jede Aufgabe mit links. Sie ist ein hochwertiger und zuverlässiger Partner …“ – so hört sich ein künstlich erzeugter Textausschnitt aus einem Onlineshop an. Was sich wie von Menschenhand getippt liest, stammt vom Unternehmen uNaice und wurde mit Hilfe der Software-as-a-Service Lösung von AX Semantics produziert. Ganz ohne menschliche Hilfe geht das freilich nicht. Vielmehr ist die KI-Anwendung im Bereich der Content Produktion ein Zusammenspiel von Mensch und Maschine.

Damit in kurzer Zeit eine sehr große Zahl an unterschiedlichen Texten generiert werden kann, bedarf es einer entsprechenden Menge an Produkt- und Kundendaten der potentiellen Käufergruppen. Der Algorithmus verarbeitet diese Daten und münzt sie entsprechend der antrainierten Vorgaben in Sachen Semantik und Sprachstil in zielgruppen- und kanalspezifischen Text um. Es überrascht daher kaum, dass die meisten robotergeschriebenen Inhalte aktuell vor allem noch in Bereichen entstehen, in denen Daten leicht zugänglich sind.

„Roboterjournalismus“ funktioniert besonders gut in der Wetter-, Sport- und Finanzberichterstattung. Damit das Ergebnis maßgeschneidert ist, muss die Software konkrete „Anweisungen“ erhalten – will, wie unser Gehirn auch, mit Informationen gefüttert werden und beispielsweise wissen, wie lang der Text werden soll und welche Rezipienten – idealerweise in welchem Nutzungskontext –  angesprochen werden sollen.

KI macht’s möglich: Die Chat-Assistentin und der virtuelle Märchen-Onkel

Die ersten Chat-Bots begegnen uns als Service-Bots auf Webseiten oder auch in Messengern. Wirklich konsequent aber ist der Einsatz bei der Digitalagentur Virtual Identity. Hier ersetzt die virtuelle Assistentin „Vibee“ die gesamte Webseiten-Navigation. Vibee ist seit Mitte Januar online und begrüßt seitdem die Besucher der Homepage – alles auf Basis künstlicher, sich permanent weiterentwickelnder Intelligenz. Die Besucher der Seite müssen sich nicht durch die Seite klicken oder über die Suchfunktion gehen, sondern erhalten direkt Antwort auf ihre spezifische Frage. Zugegeben das funktioniert in diesem vergleichsweise frühen Stadium noch nicht perfekt, hat aber einige sehr positive Folgen.

Nicht nur das Kundenfeedback ist weit überwiegend positiv, innerhalb der ersten drei Monaten hat Virtual Identity auf diese Weise auch mehr Leads generiert als im gesamten Jahr 2017. Zudem wurde die Verweildauer pro Besucher gesteigert und die Bewerberquote bei Nachwuchskräften mit technologischem Background wurde über den sichtbaren „Innovationsnachweis“ Vibee gesteigert.

Noch einen Schritt weiter gehen das kalifornische Unternehmens Calm, Entwickler der gleichnamigen Meditations- und Schlaf-App, und Botnik, einer Gruppe von Schriftstellern, Künstlern und Programmiern. Sie haben im Zusammenspiel mit Algorithmen unlängst den Märchenstil der Gebrüder Grimm zum leben erwckt. Botnik hat mit Voicebox eine KI-Software für die Text-Erstellung entwickelt. Im Zusammenspiel mit drei Autoren wurde die Software zunächst mit Textpassagen und Formulierungen aus den Grimm-Werken trainiert, um dann letztlich ein „neues“ Grimm-Märchen entstehen zu lassen. Diese Art der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine ebnet den Weg zu neuen literarischen Formaten.

Zusammen textet es sich besser

Für viele Branchen ist Textautomatisierung ein Segen, der genau zur richtigen Zeit kommt: Ob Ärzte, Anwälte oder Beamte – jede dieser Berufsgruppen verbringt sehr viel Zeit damit Texte oder Berichte anzufertigen, die im Wesentlichen aus wiederkehrenden Textbausteinen – nicht selten auf Datenbasis – bestehen. Hier können KI-basierte Algorithmen von stereotypen Tätigkeiten befreien und damit den Alltag dieser Berufsgruppen erleichtern. Letztlich damit sich die betroffenen Berufsgruppen wieder Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im menschlichen Miteinander nehmen können. Auch hierfür liefert die AXCD18 in Berlin viele Beispiele. Übrigens: Wer noch ein vergünstigtes Ticket oder eine Akkreditierung braucht, kann sich gern an uns wenden.

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