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Kleines Team, Großer Content Marketing-Erfolg

Kleines Team, Großer Content Marketing-Erfolg

Content Marketing wird in der Regel von kleinen Teams betrieben. So besteht, laut einer Studie des Content Marketing Institutes, die Hälfte der B2B und B2C Marketing-Teams aus einer oder weniger Vollzeitkräften. Um Ihr kleines Content Marketing-Team noch wirkungsvoller zu machen, müssen Sie die optimalen Rahmenbedingungen schaffen. Wir haben fünf Tipps für erfolgreiches Content Marketing zusammengestellt. Die Devise: Zeit und Energie effizient einsetzen. 

1. Dokumentieren Sie Ihre Strategie – kurz und knapp

Wir alle kennen es aus der Praxis: Aus einem kleinen Gedanken wird eine Idee, ein Konzept, eine gesamte Kampagne. Doch anstatt direkt loszulegen sollten Sie kurz innehalten und aufschreiben, was die neue Idee ausmacht. 

So vermeiden Sie, dass Ihr Team kopflos in eine Richtung rennt, ohne klar vor Augen zu haben, was das Ziel ist. Besonders kleinere Teams laufen Gefahr, sich ohne konkreten Plan in die Arbeit zu stürzen. Schließlich sind ja sowieso schon alle im Bilde. Leider ist das oft eine Fehleinschätzung und führt langfristig zu schwammigen Inhalten und einer unklaren Message – sprich genau dem, was für erfolgreiches Content Marketing vermieden werden soll.

Wenn Sie sich bei dem Wort “Plan” schon den Kopf darüber zerbrechen, wie viel Arbeitszeit Sie dafür einplanen müssen, seien Sie beruhigt. Das Ziel ist keinesfalls, bereits am Anfang der Reise einen detaillierten und komplett ausformulierten Game Plan zu erstellen. Vielmehr sollten Sie Antworten auf die relevanten W-Fragen finden und klar formulieren. So können Sie zu jedem Zeitpunkt im Prozess nachvollziehen, was relevant ist und was vernachlässigt werden kann. 

  • Was sind die Absicht und das Ziel Ihres Unternehmens?
  • Wer ist Ihre Zielgruppe? Wie lässt sich diese beschreiben? 
  • Welche Art von Content möchten Sie produzieren? Welche Schwerpunkte sollen gesetzt werden? 
  • Wo soll dieser Content veröffentlicht werden?
  • Wie oft soll der Content erstellt und veröffentlicht werden?
  • Welche messbaren Ziele (SMART-Ziele) setzen Sie sich für ihr Content Marketing?

Die Dokumentation Ihrer Content Marketing-Strategie ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, doch Sie sind noch lange nicht am Ziel. Teilen Sie Ihre Strategie mit allen relevanten Stakeholdern und führen Sie sich selbst immer wieder vor Augen, wo es hingehen soll. Passen Sie den Plan außerdem an interne und externe Veränderungen an und überprüfen Sie mithilfe von kurzen Check-ins regelmäßig, ob Sie noch auf dem richtigen Weg sind, oder ob die Strategie umgewandelt werden sollte. 

2. Spannen Sie ein Content-Netzwerk

Ich wiederhole: Holen Sie das Meiste aus Ihrem Content! Besonders, wenn sich das Content-Marketing Ihres Unternehmens auf wenige Schultern verteilt, sollten Sie versuchen, die Inhalte so sinnvoll wie möglich zu nutzen. 

Haben Sie also ein Thema gefunden, was Sie gerne aufbereiten möchten, dann treten Sie einen Schritt zurück und betrachten auch daran angrenzende Bereiche. Gibt es Verknüpfungen zu bereits bestehendem Content auf Ihre Website? Welche weiteren Inhalte könnten dazu passen? Und vor allem: Wie können diese ohne Mehraufwand möglichst abwechslungsreich aufbereitet werden? Nutzen Sie verschiedene Kanäle und Formate. So schaffen Sie neue Touchpoints und erreichen Personen, die ihre Inhalte sonst möglicherweise nie entdeckt hätten und stärken die Beziehung zu ihrer bereits bestehenden Zielgruppe.

Suchen Sie sich einen zentralen Inhalt aus, um den Sie ein Netz aus anderen Angeboten aufspannen. Dieses Netz kann aus klassischen Formaten wie Infografiken, Blogbeiträgen oder Checklisten bestehen. Sie können sich – je nach Kapazitäten – aber auch von visuellen Inhalten lösen und beispielsweise einen Podcast oder ein Videoformat einbinden. Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist: Behalten Sie Ihr Ziel immer im Auge und weichen nicht zu stark von ihrer zentralen Message ab.

3. Überarbeiten Sie Ihre Workflows

Zu einer erfolgreichen Content Marketing-Strategie gehören auch effiziente Workflows. Besonders bei der Kreation verschiedener Inhalte sparen Sie damit Zeit und Energie, die Sie in den Feinschliff oder schon in neue Projekte investieren können. Besonders bei der Zusammenarbeit mit anderen ist es sinnvoll, bereits im Vorhinein zu klären, welche Inhalte am Ende stehen sollen. 

Führen Sie beispielsweise ein Interview mit einer Person außerhalb des Unternehmens und möchten dieses als Langfassung schriftlich Aufbereiten, für Social Media aber kurze Audio- oder Videosequenzen verwenden, um auf den Content hinzuweisen und relevante Aussagen zu unterstreichen? Dann bietet es sich an, das Interview direkt passend mitzuschneiden. 

4. Aus Alt mach Neu – Aktualisieren Sie erfolgreiche Inhalte 

Gemäß der 80-zu-20-Regel – dass 20 Prozent des Contents für 80 Prozent der Resultate verantwortlich ist – sollten Sie diejenigen Inhalte identifizieren, die gut performen und diese stärker pushen. Außerdem bietet Ihnen die Analyse des Contents auch eine Möglichkeit herauszufinden, womit Sie bei Ihrer Zielgruppe punkten können. 

  • Welche Inhalte sind besonders erfolgreich?
  • In welchem Format wurden diese Inhalte präsentiert?
  • Könnte dieser Inhalt noch einmal verwendet werden?
  • Wie lässt sich der Content aktualisieren oder neu aufgesetzt werden, um relevant zu bleiben?
  • Besteht die Möglichkeit, die Inhalte für andere Kanäle neu aufzubereiten?

So können beispielsweise Blogbeiträge, die besonders gut angekommen sind, noch einmal aktualisiert und veröffentlicht werden (mit neuen Statistiken oder Quellen) oder Inhalte aus verschiedenen beliebten Beiträgen neu aufbereitet werden. 

5. Fügen Sie alles zusammen 

Auch wenn es Ihnen auf den ersten Blick nicht einleuchtet, nehmen Sie sich die Zeit, ein System aufzubauen, nach welchem Sie jeden neuen Content erstellen. So entsteht eine Routine, bei der Sie nichts aus dem Blick verlieren. 

Dokumentation: Fassen Sie alles für das Projekt relevante an einem Ort zusammen, der für alle zugänglich ist. Folgendes sollte beinhaltet sein: 

  • Produktionsprozess (Aufgaben, Feedback, Deadlines)
  • Inhaltselemente (Keywords, Überschriften, Metadata)
  • regelmäßig aktualisierte Ziele und Metriken

Kreation: Ein Blogbeitrag allein macht noch keinen fertigen Content. Vernachlässigen Sie unter keinen Umständen die einzelnen Bestandteile, die für die Finalisierung der Inhalte benötigt werden. Arbeiten Sie diese Elemente möglichst hintereinander ab, so müssen Sie nicht jeden Mal aufs Neue überlegen, welche Message hinter dem Inhalte steht: 

  • Keywords
  • Überschrift
  • Meta-Beschreibung
  • Social Media
  • Call to action
  • Vorschau-Text (für Newsletter oder Social Media)

Mit den Tipps im Hinterkopf gelingt Ihnen auch mit einem kleinen Team schnell erfolgreiches Content Marketing.

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