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Aller Anfang Ist Schwer: Bertelsmannvorstand Hesse Im Twitter Interview

Aller Anfang ist schwer: Bertelsmannvorstand Hesse im Twitter Interview

Für große Konzerne mit vielen Sparten, Tochterunternehmen oder Marken ist es bisweilen nicht ganz einfach jenseits von Employer Branding sinnstiftende Ansätze im Social Web zu finden. Dabei spielt nicht nur das Bedenkenträgertum von Vorständen oder verunsicherten Kommunikationsabteilungen, die sich für alles zuständig fühlen wollen oder müssen, eine große Rolle. Oftmals geht es schlicht und ergreifend darum, dass man gar nicht weiß, was man als Dachmarke eigentlich anbieten kann an relevanten, nutzwertigen oder vielleicht sogar unterhaltsamen Inhalten. Und so wirken viele Gehversuche entsprechend ungelenk. Die Inhalte sind glatt, auf Hochglanz poliert, staksig und bemüht – nur eben nicht authentisch und persönlich. Corporate Communication eben. Es ist einfach das zu kritisieren, weniger einfach ist es mit gezieltem Schritt einen neuen Weg einzuschlagen.

Zu den Konzernen, die diesen neuen Weg wagen wollen, gehört auch Bertelsmann – immerhin einer der größten Medienkonzerne der Welt. Da ist die Frage erlaubt, warum das eigentlich nicht schon viel früher in Angriff genommen wurde. Im Grunde wurde das auch schon längst gemacht – nur eben nicht unbedingt von der „Dachmarke“. RTL, zumal mit seinen verschiedenen Sendeformaten, Arvato, random house und viele mehr sind längst bei Facebook, Twitter, YouTube und Co. angekommen. Umso größer die Herausforderung, das alles zu bündeln. Seit geraumer Zeit versucht sich Bertelsmann daran und hat zum Teil auch sehr schöne Projekte umgesetzt – so etwa die Integration von Social Media VIP Reportern bei der Bertelsmann Party 2012, die bisher den Boulevardmagazinen vorbehalten war. Mit einem grandiosen Hangout von Daniel Fiene, der zum Ende sogar unseren Wirtschaftsminister Philip Rösler mit dem Social Web zusammengebracht hat. Nun geht es weiter. Das Thema: Finanzkommunikation.

Thomas Hesse

Thomas Hesse

Heute findet in der Hauptstadtrepräsentanz der Gütersloher die Bilanz-Pressekonferenz statt. Wer in den vergangenen Jahren den Livestream verfolgt hat, weiß um was für eine dröge Angelegenheit es sich dabei bisweilen handelt. Und trotzdem unternimmt Bertelsmann den Versuch, das Social Web zu integrieren. So werden die wichtigsten Fakten und Statements nicht nur bei Twitter, Facebook und Google Plus kursieren, das Social Web ist aufgefordert, sich mit Fragen einzumischen. Diese werden dann – sofern es Sinn ergibt – in die Fragerunde zum Abschluss der Pressekonferenz integriert. Einen weitaus direkteren Draht bietet das Twitter Interview mit Thomas Hesse, als Vorstandsmitglied für die digitale Strategie des Konzerns verantwortlich. Hier können Interessierte Fragen via Twitter (mit #BPK13 an @bertelsmann_com) senden. Thomas Hesse wird sich ab 12 Uhr Zeit nehmen, diese zu beantworten. Das spannende daran ist meiner Meinung nach die Herausforderung vermeintlich komplexes in 140 Zeichen zu vermitteln, sondern vor allem endlich eine Nahtstelle Richtung Vorstand zu öffnen. Ein gelungenes Experiment dürfte dafür sorgen, dass solche Gehversuche im Social Web zu einem Dauerlauf werden. Das zumindest bleibt zu hoffen. Frei nach dem Motto: „Es gibt keine dummen Fragen, sondern nur dumme Antworten!“ hoffe ich auf eine rege Beteiligung.

Disclosure: pr://ip berät Bertelsmann in Fragen rund um den Einsatz von Social Media. Die Idee mit dem Twitter Interview stammt indes nicht von uns.

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