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Make sense – not claims!

Aktivitäten im sogenannten Social Web sind nur bedingt planbar und entwickeln bisweilen eine ungewollte Eigendynamik. Doch hier soll ausnahmsweise mal nicht von den Schattenseiten die Rede sein, vielmehr möchte ich mich beispielhaft mit den positiven Aspekten dieser Eigendynamik befassen.

Vor einigen Wochen rief Olaf Kolbrück in off the record, dem Medienblog des Fachmagazins Horizont, dazu auf, sich an der Suche nach einem neuen Claim für Mercedes-Benz zu beteiligen. Nicht, dass der Stuttgarter Weltkonzern offiziell zum Crowd Sourcing oder einem Ideen-Wettbewerb aufgefordert hätte. Vielmehr war der profilierte Blogger der Überzeugung, dass man die Suche nach einem neuen Claim nicht der Mindmap Einzelner überlassen solle, sondern – da die Marke nun einmal quasi allen Deutschen gehöre – dem gesamten Kreativvolk. Zu diesem Kreativvolk zählt auch Norbert Diedrich, laut Selbstbeschreibung “Dorfältester bei pr://ip”, Kommunikationswissenschaftler, Werbetexter, Tausendsassa. Und so ergab es sich, dass unser Kollege sich an diesem Wettbewerb beteiligte. Seine Idee war ebenso simpel wie populär: “Mercedes braucht keinen Claim”! 21 Prozent aller abgegebenen Stimmen vereinte der Vorschlag auf sich und setzte sich so an die Spitze der insgesamt 175 Einreichungen des “Sterndeuter”-Wettbewerbs.

Hinter dem Horizont geht’s weiter

Nun könnte die Geschichte an dieser Stelle zu Ende sein, wäre da nicht die Reaktion von Daimler. Neben dem als Gewinn ausgelobten Gastbeitrag im stark frequentierten “Blog für Marketing, Werbung und Medien” (off the record), den Norbert Diedrich in Kürze dort veröffentlichen wird, hat sich auch Uwe Knaus, seines Zeichens Manager Web Communications bei der Daimler AG und somit zuständig für den Corporate Blog des Weltkonzerns, gemeldet. Nobert Diedrich bekam die Möglichkeit, sich auch hier mit einem eigenen Blogbeitrag zu einem frei gewählten Thema einzubringen. Wie nicht anders zu erwarten, hat sich unser Kollege das Thema “Marken und Social Media” vorgeknöpft. Der Beitrag fand – wie ich selbst nicht anders erwartet habe – großen Anklang (mehr als 2.000 Unique Visitors am ersten Tag) und wurde gleichzeitig eine der Topstories bei Rivva. Rivva bewertet die Schlagzeilen der deutschsprachigen Blog- und Online-Medienlandschaft anhand des Diskussionsgrades im Social Web und ist somit eine Art “Ritterschlag” der Bloggersphäre.

Alles umsonst?

Da pr://ip – wie insbesondere unsere Kunden wissen – vor allem ergebnisorientiert arbeitet, muss die Frage erlaubt sein, was uns das Ganze jenseits des Verlustes an (unbezahlter) Arbeitszeit gebracht hat. Die Frage ist berechtigt, jedoch vergleichsweise schnell beantwortet: Reputation und Aufmerksamkeit. Wir haben mit unserem kleinen Team von der ersten Stunde an auf Empfehlungen gesetzt statt auf Branchenbucheinträge, Suchmaschinen-Marketing oder den Versand von Flyern. Ausnahmslos alle Mandate sind über persönliche Empfehlungen zustande gekommen. Der Beitrag von Norbert Diedrich passt ins Bild. Er ist Kompetenznachweis und Eigenwerbung par excellence. So hat es hier niemanden verwundert, dass unsere Website gestern ungewöhnlich viele Zugriffe verzeichnen konnte. Dabei ist für uns jedoch vor allem die Qualität der Kontakte interessant und diese spiegelt sich auch in Xing, Twitter (folgen auch Sie uns: @nordbergh und @pr_ip) oder Facebook wider. Die Resonanz ist auch hier wirklich erfreulich.

Mein Fazit: Wer von seinen Mitarbeitern überzeugt ist, lässt ihnen Freiheiten, die diese dann zum Vorteil des Unternehmens zu nutzen wissen. Und ich freue mich schon jetzt auf den zweiten Beitrag bei off the record.

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