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Das Online-Magazin der Zukunft?

Ich gebe zu, dass ich bei der Vielzahl von webzwonulligen Features und neuen Geschäftsideen manchmal schon mit den Augen rolle, wenn wieder jemand erzählt, wie toll doch sein Tool und seine Lösung funktioniert und wie arg es doch die Medien- und/oder Wirtschaftswelt revolutionieren wird. Nur ganz wenige, um nicht zu sagen, an maximal einer Hand abzählbare Ideen sind bei mir als wirklich relevant haften geblieben – auch wenn dabei bisweilen der Groschen pfennigweise gefallen ist. Dazu zählen vor allem die privatwirtschaftlich und bankenfrei organisierten Kreditvermittlung smava (wer braucht unser Finanzsystem?) und das Microblogging-Tool Twitter, für das ich als Early Adopter länger als üblich gebraucht habe, das ich aber trotz der kontroversen Debatte um das Thema Refinanzierung, um das 2009 niemand herumkommen wird, nicht nur schätzen gelernt habe, sondern dem ich ein gehöriges Potenzial andichte (wie sonst kann es sein, dass der Google-Index es derart wichtig nimmt?). Hinzu kommen noch einige, vielversprechende Relevanzgeneratoren wie Xobni oder Trigga.me sowie eine Fülle von sinnvollen bis unterhaltsamen Smartphone-Applikationen. Insgesamt habe ich in meinem Ordner “Substanzielles” aber vergleichsweise wenig abgespeichert.

Wie einigen früheren Beiträgen in diesem Weblog zu entnehmen ist, beschäftigen mich journalistisch, oder besser gesagt von qualitativem Content geprägte Portale in besonderem Maße. Entgegen der weit verbreiteten Annahme unter “Medienexperten”, dass viele klassische Medienhäuser den Internetzug endgültig verpasst haben, bin ich nach wie vor der Meinung, dass Hopfen und Malz noch nicht verloren ist – immer vorausgesetzt, dass mutig in Qualität und journalistische Kernkompetenz investiert wird. Nebenbei bemerkt sieht diese Kernkompetenz – abgesehen von einigen Feinheiten im Umgang mit und der Integration von neuen (webbasierten) Technologien – heute nicht anders aus als vor vielen Jahren: Es ist (im Wesentlichen) ein unverwechselbar Stil bei der Aufbereitung von (mal mehr, mal weniger) komplexen Sachzusammenhängen. So weit, so gut. Mit dieser Beschreibung sind üblicherweise Fachmedien und Nachrichtenmedien (regionaler wie überregionaler Art) gemeint und nicht die derzeit gleich reihenweise eingestampften boulevardesken Hochglanzmagazine. Deren Zukunft habe ich bis vor Kurzem ebenfalls mehr als kritisch beurteilt. Aber auch ich bin lernfähig, denn schließlich gibt es Miki.

Miki steht für Wiki im Magazin-Stil. Zwei wichtige Aspekte in einem Wort vereint und eigentlich ist damit schon alles gesagt: Einfaches Publizieren – wie bei einem Wiki – von vor allem visualisierten Inhalten – wie bei einem Magazin. Anders formuliert: Die Stärken von Print im Ausgabemedium Online. Alle mittlerweile so wichtigen Funktionen wie empfehlen, weiterleiten, embedden etc. finden sich im Miki selbstverständlich wieder. Mit wenigen Handgriffen (oder besser Klicks bzw. Copy & Paste-Schritten) lassen sich mehrere Mikis miteinander verknüpfen und/oder individuell zusammenstellen. Und hier dann auch gleich der Proof Of Concept – Das Miki zum Deutschen Multimedia Kongress (wer das am 9. Juni 2009 live auf einem Mega-Touchscreen vor Ort sehen möchte: Tickets gibt’s hier).

Unfassbar! Es ist idiotensicher. Wie gemacht für mich;-)

Übrigens: Wer sich partout nicht von Print verabschieden möchte, der kann sich die einzelnen Seiten selbst ausdrucken, das Miki ist hierfür optimiert (es soll ja schließlich auch Menschen geben, die sich ihre E-Mails für unterwegs ausdrucken). Für das Miki-Archiv reicht dann aber auch der pdf-Printer.

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