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Impressionen von der PICNIC 08

Es war sicher mal wieder eins der Highlights der Kreativszene Europas – die PICNIC 08 in Amsterdam. Sehr international, sehr ungewöhnlich und insgesamt sicherlich ein Event, der seinesgleichen sucht, bleibt am Ende aber doch die Frage, wie groß derartige Veranstaltungen eigentlich werden sollten. Rund 2.000 Kongressbesucher, ein sehr weitläufiges Gelände – all das trägt nicht unbedingt zum intensiven Networking bei. Einen guten Eindruck und einige Stimmen vermittelt der spontane Eindruck, den Thomas Knüwer (handelsblatt.com) via qik direkt aus dem Pressezentrum vermittelt.

Mein persönliches Fazit: Inhaltlich bleibt auch die PICNIC 08 im Rahmen. Wirklich echte, neue Impulse gab es nur spärlich. Hervorragende Sprecher, die das Publikum mitreißen und für neues begeistern, gab es auch dieses Mal. Clay Shirky wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Seine Sicht der Dinge ist meines Erachtens sehr positiv, wenn nicht sogar ein wenig naiv anmutend. Adam Greenfield, der mich mit seinem Vortrag nicht zu überzeugen wusste, mangelte es ihm doch bis kurz vor Schluss einfach an Praxisbezug, war da weit kritischer. Für ihn sind Innovationen immer noch sehr technologiegetrieben. Im Ergebnis sieht er daher die Gefahr, dass die Anwendungen zu beliebig werden könnten und letztlich in einem Overkill und einer Reizüberflutung für den einzelnen Nutzer münden könnten. Als echte Glanzpunkte im Programm entpuppten sich Itay Tagam (Dirigent) und Charles Leadbeater, denen bis zum Ende am Freitag nur wenige auf Augenhöhe folgen konnten. Sobald die Interviews verarbeitet sind, folgt der zweite Teil der Review.

Inspirierendes für andere Veranstaltungen wie den DMMK gab es in Hülle und Fülle. Daher steht schon jetzt für mich fest: PICNIC 09 wird wieder mit mir stattfinden.

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