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Auf Facebook gibt es keine Follower

Ein persönliches Kurz-Fazit nach zwei Jahren bei Twitter

„Fasse Dich kurz!“ Grundregel im Internet – und eines meiner bevorzugten Probleme. Deshalb ist Twitter auch eine gute Übung. Es gäbe fürwahr viel zu schreiben nach zwei Jahren auf Twitter.

Seit Mai 2009 bin ich Twitterat Nordbergh – bin also etwa zur Halbzeit eingestiegen. Doch neulich musste ich lesen „Twitter ist konzeptionell am Ende“. Nico Lumma schrieb dies und ich gebe etwas auf das, was er so schreibt. Aber, ist das jetzt schlimm? Und wenn ja, ändert sich dadurch etwas für mich? Was hält mich dort trotzdem noch?

Drei Kontaktgruppen: die Einen und die Anderen

Follower-Qualität: Ja, es lässt nach. Und das nimmt zu!

Follower-Qualität: Ja, es lässt nach. Und das nimmt zu!

Ich habe drei Arten von Kontakten auf Twitter: Die „Netten“, die „Interessanten“, die „Uninteressanten“ (Spammer, Geldversprecher und Knackwürste). Mit den „Netten“ pflege ich Kontakt, so gut es zeitlich geht. Für den Aufbau eines soliden Netzwerkes ist man anfangs auf gute Kontakte und Empfehlungen (#ff) angewiesen, später kann man auch gut alleine laufen. Die „Interessanten“ füge ich in ein bis zwei Listen zusammen. Die finden mich umgekehrt zwar meist weniger interessant, aber das ist nicht schlimm. Das hindert mich nicht am Lesen.

Meine Suchmaschine

Damit sind auch meine zwei wichtigsten Prioritäten auf Twitter klar: Kommunizieren und Informationsbeschaffung. Twitter ist meine Suchmaschine. Im Gegensatz etwa zu Facebook ist Twitter asynchron und ich muss dort niemandem erst folgen bzw. den Kontakt erfragen, um ihn/sie bzw. ein Thema zu verfolgen. Ich lasse „Hashtag-Spalten“ über mein Tweetdeck laufen. Die Chancen  bei sinnvollen Begriffen wie #infografics qualitativ gute Inhalte zu bekommen, stehen gut – und sind so nicht an Zufälle gebunden. Vgl. auch Sascha Lobo: Auf Facebook „wird aktuelle Information allenfalls zufällig wahrgenommen (…) aber das viel kommentierte Wurstbrotfoto taucht ständig auf.“

Tweetdeck: Ob #infografics, #Studie oder meine Liste #Politicians - schnell gesehen und gefunden.

Tweetdeck: Ob #infografics, #Studie oder meine Liste #Politicians - schnell gesehen und gefunden.

Ich folge dem Hashtag

Bei Facebook etwa muss ich erst Seiten oder Leute folgen… nein, mögen! Genau, das war der Aufhänger für meine Überschrift. Mich korrigierte mal jemand: „Auf Facebook gibt es keine Follower!“ Doch. ‚Folgen‘ ist genau der richtige Terminus! Er beinhaltet nämlich auch den Faktor Zeitverzögerung bei der Übermittlung von Inhalten – bei Twitter wie bei Facebook oder Google+. Das ist übrigens auch der Grund, warum ich auf Twitter – gegen den Trend –  Breitbandmedien wie CNN oder ZDF nicht folge. Um im Bild zu bleiben: DIE folgen Twitter! Nur: Bis sie die vorhandenen Infos selbst verarbeiten und anschließend dann nochmal via Twitter gepostet haben… da kann ich mir auch wieder morgens die Zeitung kaufen.

Persönliches Fazit

Persönliche Kommunikation kann ich auf allen bekannten Plattformen pflegen. Für Themensuchen und als Alternative zu den Suchmöglichkeiten bei Google (insbesondere mit ihrer semantischen Ergänzung Google+) sehe ich unter den Social Media-Plattformen in vergleichsweise ähnlicher Breite und Tiefe nur Twitter. Die Entwicklung der Google+ Sparks wird man erst noch abwarten müssen. Entscheidend ist schließlich: Wo finde ich schnell relevante Inhalte. Diesen Beweis muss Google+ erst noch bringen. Bis dahin bleibt Twitter mein klarer Favorit.

Christoph Salzig

Gründer, Inhaber, Mastermind und Backbone. Kommunikationswissenschaftler, M.A. Interpreter of Digital Business. War BVDW-Pressesprecher von 2001 bis 2008. Ist Berater, Moderator, Referent, Seminarleiter, Coach und Mitglied beim 1. FC Köln.

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