1. März 2013

Was passiert im Internet – heute?

Die Infografik gibt einen Überblick über die wichtigsten Aktivitäten im Web an einem Tag. Die zahl, die mich am meisten „beeindruckt“: Pro Minute werden 320 neue Twitter-Accounts angelegt, aber „nur“ 250 Babies zur Welt gebracht. Leider fehlt an dieser Stelle die Interpretation der Grafikmacher.

Internet Day InfographicDie Infografik der InternetServiceProviders veranschaulicht sehr schön, in welchem Ausmaß das Internet binnen 24 Stunden beansprucht wird. Beanspruchen trifft es hier ganz gut, denn hier geht es darum, was die Nutzer dort machen: E-Mails versenden, Tweets veröffentlicht, Suchanfragen starten, Clips oder Bilder hochladen, Apps herunterladen oder wieviele neue Domains registriert werden. Wobei letzteres im Zweifel nichts mit Aktivität im Web zu tun haben muss. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ein bloßer Plan keine Folgen haben muss. Die Momentaufnahme ist dennoch beeindruckend.

E-Mails are undead – Webvideo rules!

Die Volumina der vielfältigen Datenströme ist schlicht erschlagend. Trotzdem gibt die Grafik einen guten Aufschluss über die Relevanz der einzelnen Plattformen und Kanäle. Behauptet da etwa noch jemand, die E-Mail sei tot? Oder Twitter auf dem absteigenden Ast? Regelrecht unfassbar sind die Zahlen rund um YouTube. Aktuell läuft die Einreichung zum Deutschen Webvideopreis und die Resonanz deckt sich mit dem Eindruck, der beim Betrachten der Infografik entsteht. Mehr als 2.000 Videos sind bereits eingereicht worden. Weit über 40.000 Stimmen wurden über Facebook und Twitter gezählt. Die Kraft der sozialen Netzwerke ist enorm. Wobei es hier vor allem darum geht, aus der Fülle an beliebigen Bewegtbildminuten im Netz die schönsten, spannendsten, kreativsten, lustigsten und informativsten herauszupicken. Ein enorm aufwändiges Unterfangen, das nur mit Hilfe von Crowdsourcing-Instrumenten möglich ist.

Wird mehr getwittert als „geschnackelt“?

Was mich übrigens am meisten in dieser Grafik „beeindruckt“: Pro Minute werden 320 neue Twitter-Accounts angelegt, aber „nur“ 250 Babies zur Welt gebracht. Da die Grafikautoren diesen Umstand leider nicht interpretieren, versuche ich mich mal daran. Wie bereits vor einigen Wochen erläutert, greift das Phänomen der Fake-Accounts, die an anderer Stelle dann massenhaft zum Kauf angeboten werden, um sich. Leider ist das bei Twitter – auch dank der offenen APIs – vergleichsweise einfach. Und solange Menschen (darunter sollen auch einige Marketeers sein;-) immer noch darauf erpicht sind, auf Masse statt auf Klasse zu setzen, wird sich daran wohl kaum etwas ändern. Es gibt also leider keinen Grund, diese Zahlen beeindruckend zu finden. Aber ich bin mir sicher, in spätestens acht Wochen gibt es die gleiche Grafik, nur etwas anders wieder.

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