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Bad news: Rivva macht dicht!

Für mich war Rivva in den zurückliegenden Jahren ein News- und Social Media Aggregator mit wachsender Bedeutung. Wann immer ich einen schnellen Überblick brauchte, was in der deutschen Social Media Sphäre diskutiert wird, Rivva hat mir dabei geholfen. Mehr als es die Trending Topics bei Twitter oder die mal mehr, mal weniger zuverlässigen (und oft genug von SEO-Optimieren überschwemmten) Blogsuchmaschinen je leisten konnten. Und nun das!

Nach einem zunächst selbst auferlegten Sabbatical kündigt Betreiber Frank Westphal heute auf der Startseite und im Blog das Ende des Aggregatiosndienstes an. Falsch, er hat es bereits vollzogen. Nun kommt das nicht ohne Vorlauf daher, aber dennoch recht unvermittelt. Was mich wundert: Es wurde vorher kein ernsthafter Versuch unternommen, Rivva mit Hilfe der Community (etwa durch Freigabe des Source Codes) oder durch Verkauf zu retten. Offensichtlich war, dass das Projekt als „Freizeitprojekt“ keine Überlebenschance gehabt hat. Dazu ist es viel zu zeitintensiv – aber auch zu bedeutsam in der Social Media Hemisphäre. Ich jedenfalls kenne niemanden, der nicht davon profitiert hat, bei Rivva zum Topic geworden zu sein.

Noch mehr aber wundert mich, dass kein Verlag und auch kein Medienausschnittdienst, ja nicht einmal ein Anbieter von Social Media Monitoring bisher offenbar in Erwägung gezogen hat, das Projekt zu unterstützen oder zu übernehmen. Die Basisarbeit von Fran Westphal geht meiner Meinung nach in eine sehr gute Richtung und enthält auch die m.E. absolut unumgängliche, menschliche Komponente der Supervision.

Bevor ich in den Abgesang auf ein tollles Projekt, dem nicht zuletzt unser Kollege Markus Bertling seine Magisterarbeit verdankt, einstimme, hoffe ich, dass es doch noch gelingt, den Rettungsanker zu werfen (so wie es wohl auch Martin Weigert hofft). Für Ideen sind wir in diesem Zusammenhang übrigens immer gern zu haben. Man muss es nur wollen….

P.S.: Und natürlich finde ich es schade, mit diesem Beitrag nun nicht mehr bei Rivva gefunden zu werden.

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Christoph Salzig

Gründer, Inhaber, Mastermind und Backbone. Kommunikationswissenschaftler, M.A. Interpreter of Digital Business. War BVDW-Pressesprecher von 2001 bis 2008. Ist Berater, Moderator, Referent, Seminarleiter, Coach und Mitglied beim 1. FC Köln.

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